Samenbomben Teil 1 - Material, Herstellung, Tipps

06:00:00 Zimt Zebra 0 Comments



Samenbomben (engl. seedbombs) sind kleine Kugeln aus Erde, Lehm/Ton und Samen. Sie werden geworfen und die enthaltenen Samen treiben dank der beigegebenen Erde aus. Die Idee entstammt dem Guerilla Gardening und war ursprünglich dazu gedacht, triste Industriegelände und karge Flächen im städtischen Bereich naturnah und tierfreundlich wiederzubeleben.

Vor ein paar Wochen habe ich in einem Post gezeigt, wie du Samen von Pflanzen sammeln und aufbewahren kannst, um sie im nächsten Jahr wieder auszusäen. 

Schau hier: Samentütchen...

Da besonders meine Stauden immer sehr viele Samen produzieren, möchte ich heute eine andere sinnvolle Verwendungsidee vorstellen: Samenbomben herstellen!

Ich plane die Anleitung in zwei Blogposts aufzuteilen. Heute im Teil 1 beschäftige ich mich mit dem Herstellen von Samenbomben. In Teil 2 möchte ich Ideen vorstellen, um die Samenbomben als Geschenk oder Giveaway (z.B. bei Hochzeiten) zu dekorieren.

Teil 1: Die Produktion

Du benötigst: 

Ton (Lehm) ✿ Blumenerde (Anzuchterde) ✿ Blumensamen ✿ Schüssel ✿ 

Wasser und evtl. Handschuhe


Hier ist meine Ausbeute aus dem Garten. Ich habe die Samen vor ein paar Tagen gesammelt und im Gartenhaus trocknen lassen. Außerdem können so die kleinen Ohrenkneifer und Spinnen noch flüchten...


Ich vermische 1 Teil Erde mit 1 Teil Ton und streue meine Samen hinein. Danach wird alles verknetet. Dazu muss eventuell ein wenig Wasser hinzugegeben werden.

Mein 1. Tipp: Damit die Samenbomben einen natürlichen Look bekommen, streue ich auch die Samenkapseln mit in der "Teig". Das spart übrigens auch viel Vorbereitungszeit, denn Samen und Kapseln zu trennen und zu sieben/sortieren ist viel Arbeit!


Hier siehst du meinen Samenbomben - "Teig". Nun muss ich die Mischung in gleiche Teile portionieren und in meinen Händen zu Kugeln rollen.

Mein 2. Tipp: Hier habe ich für diese Samenbomben weißen Ton verwendet. Im weiteren Verlauf werde ich auch noch andere Tonarten in roten und braunen Nuancen verarbeiten. Wenn man zum Beispiel verschiedene Samenmischungen vorbereitet (später mehr dazu...), können die Samenbomben später anhand ihrer Farbe auseinander gehalten werden.


Aus meiner kleinen Teigware sind drei Samenbomben entstanden. 



Mein 3. Tipp: Um die Samenbombe noch dekorativer zu machen, habe ich mir überlegt, diese zu panieren. Dafür boten sich die übriggebliebene Rasensamen perfekt an. 



Diese Samenbomben dürfen nun an einem warmen Plätzchen trocknen und aushärten. Ich hoffe, die verschiedenen Tonarten kommen dann farblich auch noch mehr zur Geltung.

Im 2. Teil geht es dann um die perfekte Präsentation der selbstgemachten Samenbomben als Geschenk. Außerdem stelle - passend zum jeweiligen Anlass - ein paar Samenmischungen vor.


Inga


You Might Also Like

0 Kommentare: